07.09.2020

Freaky Places - Unterricht in luftiger Höhe

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Freaky Places

Luftdruckmessung mit dem Smartphone

Dass die Dozierenden an der hftm neue Lernformen rasch aufgreifen und umsetzen, haben sie in der Corona-Zeit bewiesen, wurde doch von einem Tag auf den anderen der Unterricht ins virtuelle Klassenzimmer verlegt. Unter dem Namen «Freaky Places» wurden nun erstmalig neue Wege beschritten und die Studierenden in einem ungewohnten Setting an ihre Grenzen gebracht.

Am Morgen des 7. September transportierte die Seilbahn Weissenstein nicht nur Touristen auf den Hausberg des Kantons Solothurn, sondern auch motivierte Studierende der Höheren Fachschule für Technik Mittelland. Unter der Leitung von Stefan Brandenberger, Fachbereichsleiter Systemtechnik, wurde der Unterricht für einmal nicht im Klassenzimmer, sondern in den Gondeln der Seilbahn Weissenstein abgehalten. Um den Abstandsregeln gerecht zu werden, sassen die Studierenden mit Masken zu zweit, maximal zu dritt in einer Gondel – so war genügend Platz für Mensch und Equipment.

Praxistransfer in luftiger Höhe
Ziel dieser aussergewöhnlichen Blended-Learning-Sequenz war der Transfer von Theorie in die Praxis. Während der Gondelfahrt waren die Studierenden, die kurz vor ihrem Abschluss zum Techniker HF in Systemtechnik stehen, auf sich allein gestellt. Sie mussten sich den gegebenen Umständen, beispielsweise zeitweise fehlendem Internet-Empfang oder anderen technischen Herausforderungen wie die Kompatibilität der Handys mit den Computern, selbstständig stellen und nach einer Lösung suchen, bevor die Gondeln die Talstation erreichten.

Aus der Gondel in die Cloud
Während der Fahrt wandelten die Studierenden ihren Laptop zu einem IIOT-Gerät um. Die Daten wurden per MQTT in die Cloud gespielt, von wo diese dann für alle Studenten zugänglich wurden. Mittels dem Entwicklerwerkzeug Node-Red wurden die Daten auf dem jeweiligen Laptop empfangen und grafisch dargestellt. Die grösste Herausforderung während der Berg- und Talfahrt war, ob alle Studierenden ihre Daten in die Cloud spielen konnten.

Tunnelblick statt Aussicht
Einziger Wermutstropfen für die vierzehn Studierenden: Der Fokus lag mehrheitlich auf den Monitoren und nicht auf der schönen Aussicht.

Dankeschön

Grosser Dank gebührt auch der Weissensteinbahn, die uns eine extra Gondel-Runde offerierte, sowie Radio32 die einen spannenden Beitrag von unserem Abenteuer im Radio sendete. Jetzt Beitrag nachhören

 

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